Pflege: Alle Malusarten wachsen in fast jedem Boden.
Sie sind nur gegen Staunässe empfindlich. Da es sich aber meistens um Züchtungen
handelt, ist eine Vermehrung durch Samen nicht ratsam. Als Vermehrung kommt nur
die Veredlung auf eine Unterlage in Frage. Die
Merkmale der Mutterpflanze bleiben so erhalten
Apfelbaum
Der Apfelbaum ist Zeichen des Lebens und der
Unsterblichkeit. Die Insel Avalon, die Insel der Äpfel, ist wahrscheinlich die
letzte Ruhestätte von König Arthur. Wenn Ihr einen Apfel nehmt und "quer", also
horizontal durchschneidet, seht Ihr auf beiden geteilten Apfelseiten das
Pentakel (Pentagram).
Die botanisches Bezeichnung
ist Malus sylvestris für den Wildapfel und Malus domestica für die Kultursorten
– er zählt zur Familie der Rosengewächse - Rosaceae
Verwendete
Teile: die Früchte, je nach Sorte Ende Juli – Oktober - in der Kosmetik: als
Gesichtsmaske für zarte, reine Haut
· Anwendungsformen: frische
Frucht, Tee, gedörrt, Saft
· Astrologische Zuordnung: Venus
Der Urapfel der Menschheit dürfte eine sauere, harte Frucht gewesen sein,
vom wilden Holzapfel bis zu den heutigen Tafeläpfeln war ein langer Weg. Die
mittelalterliche Bezeichnung für den Apfelbaum Affaltra findet man heute noch in
vielen Ortsnamen wieder, z.B. Affaltrach, Affalterbach, Afholderbach. Durch
Züchtung, Selektierung und Veredelung entstanden ständig neue Sorten oder alte
Sorten werden verbessert. Die Heimat des Apfels ist Kleinasien, von dort aus kam
er über Griechenland nach Italien, die Römer brachten ihn mit an den Rhein.
Zwar gab es in Germanien auch schon zuvor Äpfel, eben den Holzapfel, die
Veredelungstechnik aber, das Pfropfen (lat. propagare = fortpflanzen), lernten
die Germanen von den Römern. Äpfel kann man weder durch Samen noch durch
Stecklinge vermehren, alle Sorten müssen gepfropft werden. Die Unterlagen
bestimmen die Qualität und den Ertrag des Baumes. Es gibt heute für jeden Boden
und für jede gewünschte Größe des Baumes die passende Unterlage. Beim Kauf von
jungen Apfelbäumen ist der Typ der Unterlage auf dem Markenetikett verzeichnet.
Wie alle Obstgehölze sollten auch die Äpfel im Mai gedüngt werden, sie wachsen
entsprechend ihrer Unterlage auf jeden Boden, vorzugsweise sollte er leicht
sauer sein.
Der Apfel als Heilmittel
"An apple a day
keeps the doctor away" (einen Apfel pro Tag erspart den Arztbesuch) - dieses
alte englische Sprichwort kennt wohl jeder.
Äpfel enthalten die
Vitamine A, B und C, der Gehalt an Vitamine schwankt je nach Sorte und
Jahreszeit, außerdem enthält er organische Säuren (Dextrose, Pektine, Wachs,
Salizylsäure, Gerbsäure) und die Spurenelemente Eisen, Kupfer, Mangan sowie die
Mineralstoffe Kalium, Natrium und Kalzium.
Äpfel immer zimmerwarm und
gemütlich essen, da sonst die Möglichkeit von Sodbrennen besteht, Schale immer
mitessen, da sie gegenüber dem Fruchtfleisch ein Vielfaches an Vitamin C
enthält.
Nach amerikanischen Forschungen halten zwei Äpfel pro Tag
den Herzinfarkt auf, da sie Cholesterin abbauen und Vitamin E enthalten.
Ein Apfel vor dem Schlafengehen verhindert Schlafstörungen, ein Apfel am
Morgen hilft beim Wachwerden. Schwangerschaftsübelkeit am Morgen wird durch das
Essen eines Apfels vor dem Aufstehen vermieden. Gebraten mit Honig helfen Äpfel
bei Heiserkeit.
Die Fruchtsäuren und Ballaststoffen haben einen stark reinigenden Effekt
für die Zähne und deshalb ist der Apfel für die Zahnreinigung zwischendurch
ebenso gut wie ein Kaugummi, ersetzt aber nicht die Zahnbürste.
Bei Gicht wird das Trinken von Apfelschalentee empfohlen.
Aus geriebenem Apfel kann man Schönheitsmasken machen. Sie helfen aber
auch bei Kopfschuppen. Bei rheumatischen Beschwerden macht man einen Wickel mit
geriebenen Äpfeln. Bei einer akuten Entzündung kalt, bei einer chronischen
Entzündung warm. Der Apfel gilt auch als Blutreinigungsmittel, er soll den
Körper reinigen und sich daher bei Rheuma, Gicht, Leber- und Nierenkrankheiten,
Arterienverkalkungen, Fettleibigkeit und Hautkrankheiten bewähren.
Ein lang bewährtes Hausmittel ist der Apfelmost (leicht alkoholhältiges
Getränk, das bei der alkoholischen Gärung von frischem Apfelsaft entsteht)., der
sogar noch mehr leisten kann als der Apfel. Er hilft, Fette abzubauen, indem er
sie aufspaltet. Er soll sogar krebserregende Stoffe in geräucherten Speisen
neutralisieren. Insbesondere für ältere Menschen ist dieser Most ein hilfreiches
Mittel zur Kräftigung und Heilung.
Äpfel regulieren die Verdauung - abhängig von der Zubereitung entweder
stopfend: gerieben (inkl. Schale und Kerngehäuse!) hilft er bei (starkem)
Durchfall, gut geeignet auch für Kinder! Während bei Verstopfung das Essen eines
ganzen Apfels (möglichst einschliesslich Kernhaus, Ballaststoff!) empfohlen
wird.
Der Kräuterheiler M. Messegue zitiert noch einen interessanten Spruch der
mittelalterlichen Schule von Salerno, der zahlreiche bekannte Ärzte
angehörten:
" Post pirum da putum,
Post pomum vade
cacatum!"
(Nach der Birne- pipi, nach dem Apfel-
kaka.)
Als besonders abführend gelten vor allem gekochte Äpfel.
Amerikanische Wissenschaftler konnten nachweisen, daß der Apfel den
Menschen bis ins hohe Alter dynamisch hält, als Beweis dieser Theorie werden
Napoleon, Bismarck und Churchill angeführt, die täglich eine große Menge Äpfel
zu sich nahmen und dabei ein hohes Alter erreichten, wenn man dies zuließ!
In der Bachblütentherapie ist die Blütenessenz Crab Apple
Thema für die Selbstliebe, Reinigung, sie hilft Menschen, ihren Körper
und ihr Aussehen anzunehmen, wichtig auch in der Pubertät oder wenn man dem
gängigen "Schönheitsideal nicht entspricht, bei zwanghaften Verhalten in punkto
Sauberkeit (Putzzwang, Duschzwang etc.), ist auch ein grosser Reiniger auf
körperlicher Ebene.
Traumdeutung:
Von einem fauligen,
wurmstichigen Apfel träumen macht auf falsche Freunde aufmerksam und prophezeit
eine Trennung. Ein roter Apfel dagegen kündigt eine neue Liebesbeziehung
an.