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Erle
Mein Sohn, was
birgst du so bang Dein Gesicht?
Siehst, Vater du den Erlkönig nicht?
Den
Erlkönig mit Kron´und Schweif?-
Mein Sohn, es ist ein
Nebelstreif.-
(Johann Wolfgang Goethe "Erlkönig")
Aus den Blüten der Erle
kann grüne Farbe hergestellt, aus ihrem Holz rote Farbe.
Esche
Die Esche
spielte im indogermanischen Menschwerdungsprozeß eine wesentliche Rolle. Nach
nordischer Überlieferung stammt der erste Mensch aus dem Holz einer Esche. Im
Sagenkreis der älteren Edda (um 1000 n.Chr.) erscheint als zentrale Grösse der
Welten- und Lebensbaum, die Weltesche Yggdrasil:
"Eine Esche weiß ich, sie
heißt Yggdrasil,
die hoch, umhüllt von hellem Nebel;
von dort kommt der
Tau, der in die Täler fällt,
immergrün steht sie am
Urdbrunnen."
Apfelbaum
Der Apfelbaum ist Zeichen
des Lebens und der Unsterblichkeit. Die Insel Avalon, die Insel der Äpfel, ist
wahrscheinlich die letzte Ruhestätte von König Arthur. Wenn Ihr einen Apfel
nehmt und "quer", also horizontal durchschneidet, seht Ihr auf beiden geteilten
Apfelseiten das Pentakel (Pentagram).
Buche
Ein majestätischer in Europa
weitverbreiteter Baum der eine Höhe von 45 m und ein Alter von bis zu 300 Jahren
ereichen kann. Aus dem Öl der Früchte (Bucheckern) lässt sich ein gutes Speiseöl
anfertigen.
Eibe
Da alle Teile der Eibe
giftig sind, machte diese Tatsache den Baum besonders aus medizinischen und auch
waffentechnischen Gründen interessant. Aufgrund der halluzinogenen Wirkung, die
Träume hervorrief, galt die Eibe als Vermittler zwischen Realität und
Anderer-Welt.
Fichte
Ein heiliger Baum des
Lebens und des Todes. Sie war ein Symbol der Weisheit. (Unsere Fichten sind seit
Jahrzenten in einem sehr schlechten Zustand, was jede/r mit bloßem Auge erkennen
kann, die/der durch unsere Wälder zieht - ob das wohl ein Spiegel für unsere
Lebensweise sein könnte?)
Linde
Ein weiterer wunderschöner
Baum mit einer sehr angenehmen, warmen Ausstrahlung, ein Baum, auf den Kinder
gerne klettern und um ihn herum spielen. Zu den Funktionen, die bereits anderen
Bäumen zugeordnet wurden, kommt für die Linde noch ein besonderer Aspekt hinzu:
Aus ihrem Saft konnte ein Färbemittel gewonnen werden. Aus den Blüten kann ein
wohlschmeckender Tee zubereitet werden und das Wort "lindern", hat seinen
Ursprung bekanntlich auch diesem Baum zu verdanken.
Mistel
Eine Lehre der Druiden
besagte, daß Misteln alles heil und fruchtbar machen würden. Dadurch, daß sie
auch im Winter grüne Blätter tragen, sind sie ein Symbol für blühendes Leben.
Eichen, auf denen Misteln wachsen, gelten als etwas ganz
besonderes...
Schlehdorn
Der Schlehdorn sollte alles
Negative einfach neutralisieren.
Weide
Die Hexen fertigten aus
dem Holz der Weide gerne ihre Hexenbesen! Gerade in Weiden sollen besonders
viele Elfen und Kobolde hausen, die auch dafür Sorge tragen, daß unsere
Wunschzettelchen ihren Weg zu den Göttern finden. Für die Kelten brachten die
Zweige dieses Baumes Schönheit und Liebe.
Weissdorn
Weissdornzweige wurden zu
Beltane in die Häuser gebracht. Die Kelten glaubten, darin wohnen die Feen der
Musik und Poesie. Weissdornzweige waren auch eine traditionelle Grabbeigabe.
Auch ein Weissdornstrauch durfte niemals zerstört werden.
Weinstock
Wollte man mit der
Anderswelt in Verbindung treten, tat man dies in der Nähe eines
Weinstocks.
Eiche
Einer der heiligsten und
mystischsten Bäume der Kelten und vieler anderer Völker. Sie wird auch als
Königin der Bäume bezeichnet. Wer einmal unter einer Eiche verweilt hat und ihre
mächtige, magische Aura vernehmen konnte, wird sich bewusst werden, warum gerade
diesem Baum so wundersame Eigenschaften zugesprochen werden. Auch werden Eichen
mit den Druiden in Verbindung gebracht. Den Eichen kam und kommt neben
Heilfunktion auch eine Funktion des Schutzes zu.
Efeu
Eine "weibliche" Pflanze.
Sie symbolisiert Ausdauer, Stabilität und psychische Fähigkeiten. Vieleicht ist
Euch schon mal aufgefallen, daß besonders in der Nähe von alten Ruinen, Burgen,
Schlössern und Kultplätzen auf einmal die Bäume (fast immer alte Laubbäume) mit
dicken, sich um den Stamm wickelnden Efeuranken umschlungen sind. Efeu scheint
auf irgendeine Weise einen Bezug zu alten (magischen?) Plätzen zu
haben...
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*Das
Pflanzenreich |